Die Teilnehmerzahlen bei deutschen Straßenrennen wachsen stetig an.
Das Speedskaten ist neben dem Downhill die schnellste Disziplin im Inline Skaten. Im Sprint werden Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h, bergab bis zu 90 km/h erreicht. Das Material welches verwendet wird wechselt je nach Leistungsmotivation des Fahrers. Die meisten der Teilnehmer an Inline Speed Rennen benutzten normale Fitness Skates mit vier Rollen. Hier liegt der Preis der Skates zwischen 150 und 400 Euro, je nach Ausstattung des Modells.
Die Kugellager variieren zwischen Abec (Annular Bearings Engineer´s Comittee) 3 und Abec 7. Der Abec Grad beschreibt wie genau das Lager gearbeitet ist. Folgendes Beispiel soll den Unterschied erklären. Angenommen es gäbe die Möglichkeit für einen Test exakt die gleichen Bedingungen für 5 Testläufe bergab mit einem langen Auslauf zu schaffen (gleiche Strecke, gleiche Wetterverhältnisse, gleiches Material, gleiche Testperson in immer derselben Position). Die Testperson rollt am Startpunkt ohne Kraftaufwand los. In dem Testlauf mit dem Abec 7 Lager würde der Proband am weitesten und am schnellsten Rollen, mit dem Abec 1 Lager am langsamsten und am wenigsten weit. Bei den Testlagern muss es sich um Markenware handeln, da der Abec Grad nicht genormt ist. Aus diesem Grunde bieten Supermärkte immer wieder Kugellager mit Abec 7 zu einem sehr günstigen Preis an, die aber qualitativ nicht einem Markenlager entsprechen. Neben den Kugellagern sind auch die Rollen für die Preisunterschiede mitverantwortlich. Sie variieren in der Größe und in der Härte. Bei Fitnessskates werden Rollen zwischen 76 und 84 mm, mit dem Härtegrad zwischen 80A und 85A montiert. Je höher die Zahl vor dem A im Härtegrad ist, desto größer ist der Poleurethan Anteil in der Rolle. Eine Rolle mit geringerem Anteil bietet mehr Haftung auf Asphalt als eine Rolle mit einem höheren Anteil. Letzte Preisfaktoren sind die Qualität des Schuhs und das Material, sowie die Bauweise des Frames.
Bei den Schuhen werden fast ausschließlich Softboots verkauft. Je teurer das Modell, desto mehr Support bietet der Schuh. Die Passform wird stetig besser und lässt sich bei einigen Modellen durch Erhitzen auch verändern. Vor allem die Atmungsaktivität nimmt bei steigendem Preis zu. Die Frames unterscheiden sich im Material (Kunststoff oder Aluminium) und in der Art der Bauweise. Zum einen gibt es gepresste Aluminium Frames. Diese Schienen sind billiger, dafür aber auch nicht besonders verwindungssteif. Die andere Variante sind gefräste Aluminium Frames, die sehr viel verwindungssteifer und damit eher für schwerere Skater sind. Neben den Fitnesskatern bei Inline Rennen gibt es noch zwei andere Kategorien. Die eine sind leistungsorientierte Sportler, die in einem Rennen ihre persönliche Bestzeit verbessern wollen. Diese Skater benutzen meistens ein fünf Roller Modell. Bei den Rollen und Kugellagern unterscheiden sich die ab ca. 300 Euro erhältlichen Skates nicht von den vier Rollern, meistens werden Abec 5 – 7 Lager und Rollen von 80 – 84 mm montiert. Die Frames sind in der Regel gefräst und der Schuh thermoverformbar und etwas flacher.
Die dritte Teilnehmergruppe sind lizenzierte Vereinskater. Hier werden überwiegend knöchelhohe Carbon Skates benutzt, die oftmals Maßanfertigungen sind. Momentan wird mit 100 mm Rollen experimentiert, von denen vier in die gefrästen Aluminium Schienen geschraubt werden. Bei dem Berlin Marathon 2004 wurden zum ersten Mal Frames mit 5 x 90 mm Rollen in einem Rennen geskatet, ob sich dieser Trend durchsetzt bleibt abzuwarten. Neben den klassischen Distanzen (Marathon/ Halbmarathon) werden auch viele Wettkämpfe auf der Bahn ausgetragen. Die Bahnlänge variiert zwischen 100m und 400m. Die hier geskateten Distanzen reichen von 100m (Sprint) bis 20000m. Marathonzeiten von unter 1 Stunde und 10 min sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Dennoch gibt es in Deutschland nur 27 Skater, die jemals in einem Marathon unter 1 Stunde 6 min geskatet sind, nur 21 schafften die Marathon Distanz unter 1 Stunde 5 min. Die Teilnehmerzahlen bei deutschen Straßenrennen wachsen stetig an, was man an den Teilnehmerzahlen des Berlin Marathons demonstrieren kann: - 1997: 474 Skater starten bei der Skate Premiere des Berlin Marathons - 1999: 4350 Skater starten - 2002: 8369 Skater am Start - 2003: mit 9612 Skatern in ihrem eigenen Rennen am Samstag Nachmittag und 200.000 Zuschauern ist der Berlin Marathon der größte der Welt. Auch die Vereine in Deutschland profitieren von der wachsenden Beliebtheit des Speedskatens. So sind im Dezember 2003 944 lizenzierte Speedskater in der offiziellen Rangliste des DRIV und 13140 Teilnehmer in der inoffiziellen Rangliste der attraktivsten deutschen Straßenrennen von www.inlinenews.de . |