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RZ 03.05.2006 :: Inliner-Basketballturnier der Gülser-Mosel-Skater
Dienstag, 12 Dezember 2006

Eine gute Mischung ist das Beste

Inliner-Basketball: Vize-Weltmeister aus Holland setzt sich beim zweiten Turnier der Gülser Mosel-Skater durch

Der Spaß hat beim zweiten Inliner-Basketballturnier der Gülser Moselskater im Vordergrund gestanden. Im Finale hat sich Vize-Weltmeister Holland gegen Köln durchgesetzt. Gastgeber Güls verlor im Spiel um Platz drei gegen Hamburg.

GÜLS. Acht Rollen, zwei Knieschützer, ein Helm und ein Basketball. Was zunächst nach einer ungewöhnlichen Mischung klingt, wird im Inliner-Basketball in die Tat umgesetzt. Zwei Viererteams treten dabei gegeneinander an, wobei in jeder Mannschaft mindestens eine Frau auf dem Feld stehen muss.

Erst seit den 90er Jahren wird diese Sportart in Europa organisiert betrieben. Nichtsdestotrotz hat sie in Güls schon eine gewisse Tradition. Am vergangenen Samstag waren die heimischen Mosel-Skater nach 2004 bereits das zweite Mal Ausrichter des Internationalen Inline-Basketballturniers.
Quelle: Rhein-Zeitung vom 03.05.2006 Insgesamt zehn Mannschaften traten in zwei Gruppen gegeneinander an. Dabei war Helmut Pesch, Erster Vorsitzender der Gülser-Mosel-Skater, besonders auf die Teilnahme eines Teams stolz: "Wir freuen uns besonders darüber, dass das Team Holland, amtierender Vizeweltmeister, den Weg zu uns nach Güls gefunden hat." Doch auch die anderen Teams ließen sich nicht lumpen und reisten aus ganz Deutschland in die Moselstadt. "Die Szene ist nicht besonders groß und es wird nur in wenigen Städten Inliner-Basketball gespielt", sagte der Bremer Akteur Ronald Kretz. "So muss man eben weite Wege zurücklegen, um überhaupt spielen zu können." Wohl wahr, denn insgesamt werden jährlich nur zwei bis drei Turniere dieser Größenordnung ausgetragen. Aus dieser Tatsache lässt sich schließen, dass alles nicht zu ernst genommen wird und der Spaß bei den gemeinsamen Veranstaltungen im Vordergrund steht. Dies zeigt auch das Trainingspensum, das die Vereine absolvieren. "Wir trainieren nur einmal die Woche ungefähr zwei Stunden lang", sagte Kathrin Pesch, Tochter des Ersten Vorsitzenden und Teamleiterin des Inline-Basketball-Teams in Güls.

Ähnlich sieht es bei den Holländern aus. "Wir führen kein Techniktraining oder ähnliches durch. Wir treffen uns einfach und spielen", beschreibt Dennis Tertaas eine besondere Trainingsform. Der Kontakt zu Deutschland sei dabei auf verschiedenen Turnieren zu Stande gekommen. "Wir spielen schon eine lange Zeit und waren auf Turnieren in Bremen und Köln. Dadurch hat sich eine Beziehung zwischen den Teams entwickelt, und man sieht sich immer wieder."

Nur etwa 120 Spielerinnen und Spieler soll es in Deutschland geben. Die Vorgeschichte der einzelnen Sportler ist dabei sehr unterschiedlich. "Man kann nicht sagen, ob ehemalige Basketballer oder Skater im Vorteil sind. Ich denke, dass eine gute Mischung aus beidem das Beste ist", so die Hamburger Akteurin Karoline Klemme. "Ich selber komme aus dem Basketball und habe nach einer Verletzung sehr schnell Freude an dieser besonderen Form gefunden." Eher zufällig kam ihr Teamkollege Michael Möller zum Inliner-Basketball. "Eigentlich wollte ich zu einem Anfängerkurs im Inlineskaten. Doch irgendwie bin ich in der Halle gelandet und seitdem mit Faszination dabei."

Eben diese Faszination ist vor einigen Jahren auch in Güls eingekehrt, und man richtet das Turnier mit großer Freude aus. Helmut Pesch möchte es dabei nicht versäumen, einen besonderen Dank auszusprechen. "Ohne die Unterstützung des Sport- und Bäderamtes Koblenz wäre eine Austragung hier in der Sporthalle kaum möglich, denn es wurde auch gewährleistet, dass alle angereisten Akteure in der Sporthalle übernachten können." Eine Tatsache, an die der Holländer Tertaas aber auf Grund des Gülser Weinfestes noch nicht dachte. "Erstmal feiern wir gemeinsam. Dann wird es sicher eine kurze Nacht werden."   Tobias Küpper

Endstand: 1. Amsterdam/ Holland , 2. Köln, 3. Hamburg, 4. Gülser Mosel-Skater, 5. Bremen Beastie Balls, 6. Berlin, 7. Braunschweig Löwenzähne, 8. Bremen Beastie Balls II, 9. SHC Koblenz-Knights, 10. Gülser Mosel-Skater II.


Quelle: Rhein-Zeitung vom 03.05.2006
 
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