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Schinderhannestour 2010
Donnerstag, 05 August 2010
Schinderhannes–Hunsrücktour 2010

Bericht von einer die auszog….

Ein dreiviertel Jahr ist es jetzt her, dass ich die Skates in den Keller geräumt habe …
Wie von langer Hand geplant, sollte an diesem Wochenende die GMS-Tour, über den Schinderhannes-Radweg durch den schönen Hunsrück stattfinden.Was bot sich also für mich mehr an, als ein Wiedereinstieg auf meiner Hausstrecke, denn es geht mir einfach nicht gut ohne die Rollen unter den Füßen!

Bilder von Helmut Pesch hier ...

Also fasste ich allen Mut zusammen, packte meine Skates aus dem Keller und fuhr zu dem vereinbarten Treffpunkt: die Eisenbahnwaggons in Pfalzfeld, die auch einigen Skatern als Nachtquartier dienen sollten.
Kaum war ich angekommen, kam auch schon die Autokolonne aus Koblenz angerollt. Ich freute mich wirklich sehr meine Vereinskameraden wiederzusehen.
Die Übernachtungsgäste bezogen noch kurz ihre Schlafabteile und so mancher fühlte sich offensichtlich an Jugendherbergszeiten erinnert. Einige zogen intimere Ein oder Zweibett-Schlafabteile vor, die anderen genossen ihre Gemeinschaftsabteile.

Dann dauerte es auch gar nicht lange bis alle ihre Skates angeschnallt hatten und langsam setzte sich der Zug aus ca. (?) 20 Gülser-Moselskatern Richtung Simmern in Bewegung.Zu Beginn hatte ich ganz schön Herzklopfen: War ich nicht seit einem ¾ aus dem Training??? Kann ich überhaupt noch fahren??? Komme ich überhaupt mit???. Als ich aber plötzlich hinter mir Violas Ruf hörte: „Ach Susi, wie habe ich deinen Schritt vermisst“, waren plötzlich alle Bedenken verschwunden und es war so, als ob ich nie weg gewesen wäre.
Nach einer gewissen Strecke teilte man sich in 2 Gruppen auf und wollte sich am Ende der Tour wieder zusammenfinden.
Mit unglaublicher Geschwindigkeit, (max.Geschwindigkeit 42,1 km/h) rauschten wir in  Richtung Simmern. Abgesehen von Brigittes Notstopp im Straßengraben, nur eine Handbreit neben einem ziemlich übel riechenden Haufen, ihr ist Gott sei Dank nichts passiert, verlief die Fahrt sehr harmonisch und ohne irgendwelche Zwischenfälle.


Hinter Kastellaun durchfuhren wir dann das Gebiet, in dem zur gleichen Zeit die „Nature one“ stattfand.Das war schon sehr beeindruckend: wo man hinschaute, Zelte, Zelte, Zelte und dieser immer im Kopf hämmernde Technosound aus allen Ecken.Aber entgegen aller Bedenken durchfuhren wir auch dieses Gebiet ohne Probleme durch alkoholisierte Festivalteilnehmer zu bekommen.
In Simmern angelangt, legten wir eine 1 stündige Mittagspause ein und auch hier trafen wir auf ein beeindruckendes Spektakel: Ungefähr 100 Triker standen auf dem Schlossplatz und fuhren kurze Zeit später unter riesigem Geknatter im Konvoi wieder los und so mancher Moselskater bekam glänzende Augen, bei dem Anblick der schon zum Teil prachtvoll, auf Hochglanz polierten Dreirädern.
Dann wurde es auch für uns wieder Zeit die  Skates anzuziehen, um den Rückweg anzutreten.Jetzt hatte ich noch mehr Herzklopfen, denn ich kenne die Strecke halt, wie meine Wespentasche und wusste: Die lange Strecke, die wir bergab gefahren waren, mussten wir nun auch wieder zurück.
Tja und dann am ersten Berg ereilte mich das Schicksal, wie schon befürchtet, meine Beine wurden schwer wie Blei, meine Kehle so trocken wie die Sahara, mein Puls auf 175.Und nichts und aber auch gar nichts konnte mir jetzt helfen, weder die zweite Position, noch die sich wirklich rührend um mich kümmernden Mitskater Peter und Reimund.Ich musste wirklich jetzt mein eigenes Tempo fahren, um überhaupt noch ans Ziel zu kommen.Wow, das hat schon ein bisschen an meiner Skaterehre gekratzt …, aber in den Bus wollte ich mich nun mal ganz und gar nicht setzen.

Der Rest der Truppe genoss noch einen Aussichtspunkt in Bell und einen Kaffee in Kastellaun und am Abend traf man sich dann wieder frisch geduscht an den Eisenbahnwaggons.
Nun begann der geselligere Teil des Abends, natürlich mit einem leckeren Barbecue, Bier und Wein.
In geselliger Runde wurde wieder herzlich und ausgelassen gelacht und abenteuerliche Geschichten erzählt .Die Zeit verging wirklich wie im Flug und außerdem konnte und wollte man ja auch nicht vor 12 Uhr gehen, denn zum selbigen Zeitpunkt wollten wir ja noch unserem Trainer zum Geburtstag gratulieren.
Tja und so manchem wurde der Strafraum wirklich zum Verhängnis….
Was ich außerdem nicht verstanden habe, waren die Geräusche meines Tischnachbarn Uli.Ja, man kann es kaum beschreiben, aber es klang so bisschen wie Eingebohrenen-Geschrei.., aber ich versicherte mich, dass es ihm gut ging und weiter konnte die Party gehen.Das Geräuschfeuerwerk gegen 3 Uhr morgens, dass man mir einreden, wollte (zumal in der Zeitung stand, dass es um 12 Uhr stattgefunden hat) habe ich irgendwie verpasst. Komisch, dass alle anderen es gehört haben, nur ich nicht. Ja, ja ein verschworenes Grüppchen die Gülser-Moselskater.

Und so endete der gelungene Abend und man wird noch lange von den seltsamen und geheimnisvollen Ereignissen in dieser Nacht sprechen …
Ich persönlich danke allen meinen Leuten, die mich wieder herzlich in ihrer Runde aufgenommen haben.

Eure Susi

Text von Susi Kilian, Bilder Helmut Pesch 
 
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