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Mosel-Skater auf Sardinien
Den Sommer können sie kaum noch erwarten, der Mittelrhein-Marathon steht auch schon vor der Tür: Um das Warten auf blauen Himmel und strahlende Sonne schon einmal abzukürzen, reisten die Gülser-Mosel-Skater zum Trainingslager nach Sardinien. 26 Skaterinnen und Skater verbrachten eine Woche in Alghero, um von dort aus Touren an der sardischen Küste zu unternehmen – natürlich auf Inline-Skates. Von Heidrun Miller
Bei fast durchweg gutem Wetter konnten jeden Tage einige Skate-Kilometer zurückgelegt werden, dabei blieb auch noch Zeit für das ein oder andere Sonnenbad am türkisblauen Meer. Steil bergauf und bergab ging es oft an der felsigen Küsten – Bremsen und Bergfahren konnten also bestens trainiert werden. Alles in allem ein toller Saisonstart!
Trainingslager in Sardinien/Alghero
28.03.2007-04.04.2007
Mitten in der Nacht ging´s los: 26 Gülser-Mosel-Skaterinnen und –Skater starteten um 2:30 Uhr in Güls mit dem Bus via Frankfurt-Hahn. Am frühen Morgen am Flughafen war die erste Hürde das Koffergewicht: Alles über 15 Kilo war teuer zu bezahlen. So landete noch Manches schnell im Handgepäck. Petra hatte unwissentlich gleich zwei Messer plus Schere umgeladen, wurde jedoch von den Kontrolleuren bei der Durchleuchtung gestoppt. „Junge Dame, was haben Sie denn da im Handgepäck???“ Frau Baitzel musste ihre Ausrüstung also abgeben. Kaum in Alghero angekommen, ging´s auf die Inline-Skates, da das Wetter mittags umschlagen sollte. Die erste gemeinsame Tour führte zum Leuchtturm am Porto Conte, danach lockte der erste Capuccino.
Der aufgezogene Regen hielt am nächsten Vormittag an. Daher machten sich die meisten zu Fuß auf eine Stadttour durch Alghero oder Sassari. Am Nachmittag waren die Straßen trocken. Wer Lust hatte, kam mit auf eine Skate-Tour ins Inland zur Kapelle im „Grünen Tal“ (Valverde) oder an der Küste entlang Richtung Bosa. Pizza meterweise gab es am Abend im Ristorante nebenan.
Das Ziel des nächsten Tages war eine Strandbucht zwischen Alghero und Bosa. Die wunderbare Strecke führte entlang der Küste, war aber sooo steil, dass der ein oder andere streckenweise von den Inline-Skates doch lieber auf die Turnschuhe umstieg. Viel bergauf und bergab ging es auch am nächsten Tag bei der Route in Richtung Capo Caccia.
Der Palmsonntag begann mit einer Busfahrt nach Oristano und Tharros. Nach einer Stadtbesichtigung ging es auf Inline-Skates ans Meer an traumhafte Strände zum Sonnen und – Baden! Heute strahlte die Sonne vom Himmel! Auf dem Rückweg zu Bus galt es, gegen heftigen Gegenwind zu kämpfen. Im engen Windschatten kamen alle gut an.
Am nächsten Tag wurden die beanspruchten Glieder am Hotelpool geschont, andere machten sich mit dem Motorrad oder dem Roller auf eine Tour über die Insel. Die Skaterinnen und Skater starteten um 6.55 Uhr mit dem Bus Richtung Porto Torres. Von da aus ging bei herrlichen Wetter und fantastischen Aussichten entlang der Küste nach Castelsardo. Helmut durchquerte die Altstadt bei der Besichtigung auf Socken – er hatte nämlich die Turnschuhe vergessen. Über Sassari führte die Tour mit der Schmalspurbahn zurück nach Alghero. Verwunderung gab es wieder mal am Schalter: „Sie brauchen Tickets für 8 Personen und 1 Fahrrad???“ Christian war mit seinem „vélo“ dabei – wie immer. Wie der Rest sich fortbewegte, war nicht so leicht zu vermitteln. Die Gülser-Mosel-Skater scheinen noch Pioniere auf der Insel zu sein.
Da der Himmel wieder seine Schleusen öffnete, blieb am Ende der Reise noch Zeit zum Shopping und einen Friseurtermin für Paul. Zur letzten Pizza im Ristorante begab sich eine junge Dame in schicker schwarzer Schlafanzughose - das war die einzige Hose, die über die von Usch dick abgeklebten Schürfwunden passte.
Zu den Impressionen von Sardinien 2007 gehören viel Sonne, ein paar gelbe Regenschirme, viele viele schöne Skate-Kilometer, etliche Höhenmeter, wunderbare Sandstrände- und Buchten, Pizza am Meter, Korallenschmuck in Orange, Spaghetti mit Muscheln, Capuccino, Rotwein, abgefahrene Stopper und Rollen, ein paar Schürfwunden (leider alle auf einer einzigen Person), Blasenpflaster, Sonnenbrand, Kochen auf dem Gasherd und mindestens tausend Digitalfotos…
Eine tolle Tour, die viiiieel Lust auf die nächste Reise machte!
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