|
Samstag, 25 April 2009 |
|
Neue Gruppe „Schnelles Gehen“
Im Sommer sind die Gülser Moselskater draußen am aktivsten. Klar, da nutzen alle die Gelegenheit, so viel und so oft wie möglich, im Freien zu trainieren. Aber jedes Jahr vergeht diese Zeit wie im Flug und viel zu schnell ist der Sommer vorbei und es ist wieder Wintertraining angesagt. Als Ausgleich zum Hallentraining wurde in den vergangenen Jahren unter anderem in einem Fitnessstudio trainiert. Einige Mitglieder der Marathongruppe nutzten zusätzlich die Gelegenheit, dienstags abends beim Lauftraining mit Helmut teilzunehmen.
Nun ist laufen nicht für jeden geeignet, und nicht alle Knochen und Gelenke freuen sich über diese Art von Sport. Das nahmen einige Mitglieder zum Anlass, nach einer zusätzlichen Möglichkeit und anderen Form der Bewegung in der freien Natur zu suchen. Was liegt da näher als das „Walken“ oder ganz einfach „Schnelles Gehen“? Mit wenig Aufwand (bequeme Schuhe, wetterfeste Kleidung und dem Einsatz von Armen und Beinen) lässt sich ein absolut effektives Ergebnis erzielen.
Thomas Gryziecki erklärte sich bereit, das Training zu übernehmen. Auch Mitglieder aus anderen Gruppen waren willkommen und so trafen wir uns Ende September an einem Dienstagabend zum 1. Mal zum „Schnellen Gehen“. Nach einer Einweisung: Was ist schnelles Gehen? Wie setze ich meine Arme beim Gehen ein? Wie bewege ich mich vorwärts? Körperhaltung - Schrittfolge usw., war erst einmal dehnen angesagt. Ganz wichtig vorher und nachher dehnen, damit die Muskeln nicht verkrampfen.
Und dann ging es los. Beim ersten Mal absolvierten wir eine Strecke von ca. 6 km und wir konnten noch im Hellen gehen. Im Laufe der nächsten Wochen änderte sich das. Langsam wurde es immer dunkler und irgendwann starteten wir direkt mit Beleuchtung. Wir sahen aus wie eine Gruppe Weihnachtsbäume auf der Flucht, wenn wir so durch die Natur stapften. Bei jeder Witterung, bei Regen und auch wenn es schneite, marschierten wir. Mit jedem Mal änderte sich unser jeweiliges Trainingsziel. Bald schafften wir 10 km. Manchmal steil bergauf, dann wiederum rückwärts einen Hang hinunter. Oder wir übten Intervallgehen, d.h. 1,5 – 2 km im Normaltempo, die nächste Strecke im Affenzahn-Schnellschritt, dann wieder normal, mehrfach abwechselnd. Immer so, dass sich unser Puls wieder erholen konnte und niemand umkippte. Die Gruppe bestand aus einem so genannten harten Kern, ca. 5 bis 6 Leute, die fast immer anwesend waren. Es stießen aber auch Neue hinzu, sodass wir in Spitzenzeiten bis auf 9 Teilnehmer/innen kamen. Das Schöne daran, auch nach Wochen konnten Quereinsteiger an diesem Training teilnehmen, da immer auf die jeweilige Leistung des Einzelnen Rücksicht genommen wurde. Manchmal ist es uns sichtlich schwergefallen, an einem kalten Winterabend die bequeme Couch im Stich zu lassen. Umso erfreuter waren wir anschließend, wenn wir gut durchblutet und fröhlich wieder am Start und Ziel ankamen.
So wie der Sommer schnell vergeht, ist auch das Wintertraining irgendwann vorbei. Und so hieß es kurz vor den Osterferien: „Ende für diese Saison“.
Aber nicht Ende für das „Schnelle Gehen“. Denn mit Sicherheit gibt es im kommenden Herbst wieder eine Gruppe von begeisterten „Gehern“. Dass unser Trainer Thomas leider nicht mehr für die komplette Saison zur Verfügung steht, ist sehr schade. Er zieht mit seiner Familie wieder in seine eigentliche Heimat. An dieser Stelle nochmals unseren herzlichen Dank und alles Gute für ihn.
Natürlich hoffen wir, dass sich jemand findet, der uns in den kommenden Jahren beim „Gehen“ unterstützt. Das wünschen wir uns!!!! Und außerdem weitere Teilnehmer, wenn es wieder heißt,...........nicht Stehen - sondern Gehen......
Reingard Hegel
|