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Marathongruppe 2008/2009
Von Susanne Kilian
Dienstag, 18:15 Uhr: So langsam trudeln alle Mitskater auf dem Parkplatz am Stiefenhoffer ein.
Erstmal ein großes Hallo und dann macht sich jeder daran, seine Schutzkleidung, natürlich incl. Helm und Skates, anzuziehen.
Es ist immer wieder spannend, denn man weiß nie, wohin heute die Tour geht. Helmi, unser Trainer, lässt sich immer wieder neue Überraschungen einfallen.
Nun erfolgt die Aufstellung hintereinander. Kurze und knappe Befehle seitens des Trainers werden sofort befolgt und schnell stehen alle an ihren Positionen, wobei immer darauf geachtet wird, dass ein vielleicht unerfahrener Fahrer mit einem erfahrenen Fahrer im Wechsel aufgestellt wird. Gegenseitiges Helfen und Aufpassen hat oberste Priorität.
Pünktlich um 18:30 Uhr setzt sich die bunte Karawane in Bewegung. Zunächst ein paar Runden zum Einfahren und dann geht´s los. Die Strecken liegen im weitesten Sinne rund um Koblenz, und es werden teilweise 30-50 Kilometer geskatet.
Auf der Strecke ist man bemüht, möglichst im Windschatten und synchron zu fahren. Von außen betrachtet sieht es wirklich so aus, als ob sich ein großer Tausendfüßler durch Koblenz bewegt. Das erregt oft positives Aufsehen und Staunen, ja manche Passanten freuen sich richtig, unsere Gruppe zu sehen und feuern uns teilweise sogar an.
Da die Marathongruppe jedes Jahr wieder neu zusammengestellt wird, kommt es somit auch vor, dass Skater mit unterschiedlichem Fahrkönnen dabei sind, sodass des Öfteren auf halber Strecke ein Rundkurs aufgesucht wird, wo sich die stärkeren Skater dann richtig auspowern können (denn auf der Straße bleibt die Gruppe immer zusammen und man richtet sich nach dem schwächsten Skater). Eingeflochten wird dann auch immer wieder Techniktraining, um einfach mehr Sicherheit auf den acht Rollen zu bekommen. Ziel unserer Gruppe ist es, beim nächsten Mittelrheinmarathon 2009 wieder mit guten Zeiten abzuschneiden.
Ist es ein Gefühl der Freiheit das man bekommt, wenn man mit doch nicht unerheblicher, aber kontrollierter Geschwindigkeit über den schwarzen Asphalt saust? Ich kann es nicht sagen, aber es weckt schon gewisse Glücksmomente, wenn du deinen Körper ausgepowert hast und zufrieden in einen romantischen Sonnenuntergang fährst und du manchmal noch bei einer kurzen Pause die Segel und Ruderboote auf der Mosel beobachten kannst.
Es ist wirklich immer lustig in der Gruppe und es gibt oft viel zu lachen, denn auch bei allem Ehrgeiz soll das Training ja auch Spaß machen.
Wieder am Ausgangspunkt angelangt, findet noch ein kurzes Feedback mit dem Trainer statt, und voll ausgepowert, aber glücklich trifft man sich anschließend noch in gemütlicher Runde, und dort wird dann oft die Zeit vergessen.
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